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Call of Duty: Advanced Warfare (Spiel) - Test Xbox One


MULTIPLAYER: Besser als Titanfall?



Natürlich schwirren jetzt gerade die 'Titanfall'-Parallelen durchs Netz. Allerdings ist 'Call of Duty: Advanced Warfare' nicht so brutal auf Vertikalität getrimmt wie der Multiplayer-Hit aus dem Hause Respawn. Die Jetpack-Düsen haben nicht die Power euch vom Boden hoch auf ein dreistöckiges Haus zu katapultieren. Viel mehr dienen sie zur Erhöhung der Dynamik und der Geschwindigkeit. Auf der Gefängniskarte Riot beispielsweise ist der langgezogene Gang in der Mitte die ultimative Todeszone. Dank Jetpack könnt ihr euch
von einer Deckung zur nächsten katapultieren und von dort auf ein Treppengeländer. Dann kurz lauern, der Feind schleicht durch die Pforte rechter Hand, ihr springt nach unten und drückt mit der neuen Schallkanonen-Schrotflinte ab. Generell sind die neuen Waffen sehr schön auf die Sprungmechaniken abgestimmt. Auch die Mikrowellen-Gun ist auf Dynamik ausgelegt.

Big Guys with Big Guns: Die Fahrzeugpassagen erfordern lediglich den Wechsel zum richtigen Geschoss zum optimalen Zeitpunkt, sind aber sehr cineastisch inszeniert.



Ihr könnt mit dem Laser stark streuen, ergo von einem Haus springen und den Feind aus der Luft überraschen. Oder einen Kontrahenten im Sprung „zerlasern“, wobei das ziemlich viel Können erfordert, weil ihr direkt den Kopf treffen müsst. Etwas schade finden wir, dass sich Sledgehammer keinen radikaleren Bruch erlaubt, aber vermutlich wollte man gerade die eSport-Fanbase nicht verärgern. Weil die neuen Wummen alle mit Laserstrahlen arbeiten, steht ihr damit immer auf dem Präsentierteller. Daher sind nach wie MP5, Ak oder FN Scar in jeweils futuristischen Versionen die Stars des Multiplayer.

Viel Designliebe und Uplink als Basketball-Alternative



Scorestreaks könnt ihr euch jetzt im Pick13-Set selbst zusammenbauen und individuell upgraden. Wer gerne eine mobile Gatling mit eingebautem Raketenwerfer haben will, der investiert einfach ein paar Punkte. Ansonsten winken Standards wie Artillerie-Angriffe, Drohnen-Beschuss und Bombardements der Airforce. Ähnlich wie in 'Call of Duty: Ghosts' haben die Entwickler sehr viele Tunnelsysteme, Häuser und Röhren in die Levels gebaut, daher müsst ihr keinen Effekte-Overkill wie in 'Call of Duty: Black Ops 2' befürchten, wo mitunter vom Bildschirm kaum noch etwas zu sehen war. Die zwölf Karten sind alle sehr liebevoll designt. Die Sets erinnern mitunter mit ihren vielen Displays, Hologrammen im Boden und transparenten Wänden an Filme wie 'Iron Man'.

Die meisten Level sind zwar schlauchig angelegt, aber ihr könnt mit einem Großteil der insgesamt 350 Waffen experimentieren.



Schön ist auch, dass Sledgehammer kaum aus der Kampagne recycelt. So spielt ihr zwar auf einer griechischen Insel, kämpft aber nicht wie in der Kampagne in einer Hightech-Villa, sondern einem Luxusressort mit Sauna, Wassergängen und vielen vertikalen Möglichkeiten. Spannend wird sein wie die eSport-Community auf die krassen Veränderungen im Map-Design reagieren wird. Die Karten sind signifikant größer und mitunter sehr verwinkelt, Multiplayer-Veteranen müssen sich also neue Taktiken ausdenken. Bei den Modi geht Sledgehammer hingegen kein Risiko ein. Kill Confirmed, Capture the Flag & Co. machen Laune wie eh und je, sind aber nicht sonderlich innovativ.
Call of Duty: Advanced Warfare
(Cluster: web3 - Sprache: de)